Reisebericht Bolivien / Trip description Bolivia
  Kapitel / Chapter:  Tiwanaku                    

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Tiwanaku

Noch heute ist die Tiwanuku-Kultur für das bolivianische Volk, ein nicht zu vernachlässigender Faktor in bezug auf das Nationalgefühl. Die Bolivianer berufen sich immer wieder auf diese Kultur und leiten daraus ihr Selbstverständnis ab. Diese Rückbesinnung ist ähnlich, wie die der Inka-Kultur in Peru, von der man wohlgemerkt aber um einiges mehr als der Tiwanaku-Kultur weiss. Man ist sich nicht ganz klar, wann diese Kultur eigentlich entstand, aus welcher Kultur sie entstand und wann und warum sie wieder verschwand. Vermutlich ging die Tiwanaku-Kultur aus der Kultur von Huari, einer altperuanischen Kultur hervor. Auch Einflüsse aus der noch älteren Chavin Kultur lassen sich nachweisen. So sind etwa die alten Gottheiten und Figuren, die man in der Kultanlage Chavin de Huantar findet, auch auf den Steinen und Gemäuern der Anlage von Tiwanaku wiederzufinden. Der Zeitraum der Kultur ist so um 600-1000 n. Chr. Sie ist eine der ältesten Kulturen, von der man in Bolivien weiss. Nur die altperuanischen Kulturen sind älter. Die Kultstätte, die am Titicacasee, zwischen Peru und Bolivien liegt, wahr vermutlich eine Tempelanlage. Darauf weisen die zahlreichen Abbildungen von vermutlichen Gottheiten hin. Die Anlage und die Steine sind mit einer solchen Präzision gemacht, dass es sich nicht einfach nur um ein profanes Zentrum handeln kann. Es ist unwahrscheinlich, dass es nur eine Stadtfestung oder Reste eines riesigen Marktplatzes sind. Dennoch finden sich auch zentrale Versorgungs-einrichtungen, wie zum Beispiel Bewässerungsanlagen (für den Feldbau) und Trinkwasserversorgung. Möglicherweise war Tiwanaku so etwas wie ein rituelles Zentrum für Ackerbau und Handel. Aber das ist nur eine Vermutung.

Die Kalasasaya
Direkt vor einem sieht man nun die Sonnenwarte, oder Kalasasaya. Dieses Wort bedeutet "stehende Steine" und weist daraufhin, dass hier einige stehende Monolithen gefunden wurden. Der Begriff Sonnenwarte steht zwar in vielen Reiseführern, aber dieses Wort ist mit Vorsicht zu verwenden, denn es muss sich bei Tiwanaku nicht unbedingt um eine Zentrum für Sonnengott-Verehrung und Sonnenbeobachtung gehandelt haben. Auch der Begriff Sonnentor, auf den ich noch kommen werde, ist umstritten. Einige der Monolithen kann man hier noch beoachten, wie z.B. den Ponce-Monolith oder den Fraile-Monolith. Deutlich zu erkennen sind die Waffen- und Kultgegenstände, die der Ponce in den Händen hält. Das interessante an den Monolithen ist die Tatsache, dass sie äusserst menschliche Züge tragen, was bei den meisten altperuanischen Gottheiten nicht der Fall war.

Das Sonnentor (Intipunku)
Nordwestlich, aber noch auf dem ganzen Platz, steht das Sonnentor. Man höre und staune: Das Tor ist aus einem einzigen Steinblock (mit den Massen: Höhe 2,80, Breite 3,60  Tiefe 1,40 Meter) geschlagen. Man kann mit Sicherheit eine ganze Handvoll von Archäologen für ein ganzes Semester mit der Frage beschäftigen, wie dieser tonnenschwere Steinbrocken dort hingelangt ist und wie er bearbeitet wurde. 10 Tonnen soll das Sonnentor wiegen. Das ist soviel wie ein richtig grosser Lastwagen. Denn Riss, denn man in dem Stein sieht, kommt daher, dass das Tor irgendwann umgestürzt war.
In der Mitte strahlt einen der Sonnengott an. Bei diesem handelt es sich aber nach neueren Forschungen eher um den Schöpfergott Wiracocha handeln. Die Schlangen, die aus dem Kopf kommen, wurden oft als Symbol für Haare interpretiert, in diesem Fall sind es allerdings Jaguarköpfe am Ende. Auch Wiracocha hält zwei Stäbe in der Hand, an deren Ende Tierköpfe zu sehen sind. Im Gesicht kann man Tränen erkennen, die oft als Regen gedeutet wurden. Mann interpretiert Wiracocha demnach auch oft als Fruchtbarkeitsgott. Das mag richtig sein, allerdings dürfte die Ikonographie der alten Andenvölker offensichtlich komplexer sein, so dass man nicht direkt solche Rückschlüsse ziehen darf.


Putuni
Nennt mas auch den "Palast der Sarkophage". Denn in die Steinblöcke hier würden exakt Menschenkörper hineinpassen. Man spricht auch oft von Tiwanaku als Begräbnis-Zentrum.

Puerta de la Luna / Mondtor
Auch das Mondtor ist aus einem einzigen Stein gemacht, wenn auch nicht ganz so wuchtig. Auch hier muss man dazusagen, dass der Begriff Mondtor vermutlich als überholt gelten kann.


                                               

                                                                                           Gelände der Tempelanlage Akapana


   
                                                                                                    Mauern der Tempelanlage Akapana


                             
                                                                                  Megalithisches Eingangstor zur Kalasaya-Platform  



   

                                           Figur mit menschlichen Zügen auf der Kalasaya                                                                                    Sonnentor


   
                                                         Das Sonnento
r                                                                                               Der "Schöpfergott" Wiracocha im Sonnentor


                           
                                                                                   Der "Versunkene Hof"



  
                                                                                               Kopfskulpturen im "Versunkenen Hof"    





Volksfest in Tiwanaku

In Tiwanaku konnte ich zufällig an einem Volfsfest teilhaben.


  
                                                                                                                  Volksfest in Tiwanaku


  
                                                                                                                  Volksfest in Tiwanaku


  
                                                                                                                  Volksfest in Tiwanaku



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