Reisebericht China  /  Trip report China
  Kapitel / Chapter:  Chengdu und Buddha von Leshan               

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Chengdu und Buddha von Leshan
 
Chengdu
 
Nach Xian ging es per Flugzeug weiter nach Chengdu. Die Stadt hat 10,3 Mio. Einwohner und ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, Nach Xian ging es per Flugzeug weiter nach Chengdu. Die Stadt hat 10,3 Mio. Einwohner und ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, sie liegt im Osten der Provinz. 
 
Die Geschichte von Chengdu lässt sich bis zur Stadtgründung im Jahr 316 v. Chr. zurückverfolgen. Die Stadt wurde um den Dujiangyan-Damm (Dujiangyan-Bewässerungssystem) herum erbaut. Das Dujiangyan-Bewässerungssystem wurde in den Jahren 306 v. Chr. bis 251 v. Chr. errichtet und ist bis heute in Betrieb. Chengdu war für über 2000 Jahre eines der kulturellen Zentren in West- und Südwestchina. Während der Fünf Dynastien (907-960 AD) war Chengdu Hauptstadt von China. 
 
Chengdu ist heute der Verkehrsknotenpunkt in Westchina. Die einzige Flugverbindung nach Tibet startet in Chengdu. Obwohl Chengdu auf die Industrialisierung (Maschinenbau, Chemie, Nahrungsmittel, Flugzeugbau) setzt, ist die Stadt stolz, sich ein "grünes Herz" erhalten zu haben. 
 
Chengdu ist keine besonders schöne Stadt und hat ausser dem Mao-Denkmal und einem Tempel, kulturell nicht viel zu bieten. Die Stadt selbst hat auch keine Ausstrahlung. Überall in der Stadt wird gebaut. Vielleicht wird die Stadt nach den Bauarbeiten schöner. Es stehen auch einige hässliche Bauruinen in der Stadt herum, diese sollten unbedingt abgebrochen oder fertig gestellt werden. 
 
Von Chengdu aus gibt es drei sich lohnende Ausflugsziele:

   - Wolong-Naturschutzgebiet für Panda-Bären (136 km entfernt
   - Der Heilige Berg Emeishan (160 km entfernt)
   - D
en grossen Buddha von Leshan (120 km entfernt)  
 
Von den erwähnten Reisezielen habe ich nur den Buddha in Leshan besucht. Die Fahrt zum Buddha von Chengdu nach Leshan konnte mich landschaftlich überzeugen. Durch die vielen Reis-, Lotusblumenfelder und Bambuswälder ist die Gegend sehr grün. Gemäss meinem chinesischen Reiseführer werden in dieser Region zwei Ernten pro Jahr eingebracht. Für die 1. Ernte werden Raps und Getreide angebaut, für die 2. Ernte wird vorwiegend Reis angebaut. Das Klima ist in dieser Gegend subtropisch. 
 
Übrigens werden von den Lotusblumen die Wurzeln (ähnlich einer langen Kartoffel) und die Kerne der Blüte (ähnlich einer Haselnuss) gegessen. Die Blätter werden als Geschmackseinlage zum Kochen von Reis verwendet aber nicht gegessen. Zudem werden die Kerne auch in der Medizin verwendet. 
 
Unterwegs machte mein Reiseführer einen kleinen Umweg, abseits der Hauptstrasse ging es über eine kleinere Landstrasse. Nach 2 Kilometer erreichten wir eine Ortschaft, welche baulich auch sehr im Umbruch ist. In dieser Ortschaft haben sich in den letzten 8 Jahren viele Fabriken für die Herstellung von Fliessen angesiedelt. Man sieht in China jetzt sehr viele neue Häuser bei denen die Aussenfassaden mit Fliessen belegt wurden. In der Nähe der Ortschaft hat es scheinbar sehr grosse Tonvorkommen. Im Ort selbst konnte man viele Strassenverkäufe (Märkte) sehen. Von Haushaltsgeräten, Gemüse über Fleisch wird alles im Freien angeboten. Dabei sind viele Verkaufsstände nur Fahrräder. Kurz nach der Durchfahrt der Ortschaft nahm die Strasse einen sehr schlechten Zustand an. Schlagloch an Schlagloch und Staub, die Fahrt konnte nur noch im Schritttempo bewältigt werden. Der chinesische Reiseführer sagte, als er vor 10 Jahren das letzte Mal diese Strecke fuhr, sei sie sehr schön gewesen. Er war selber von dem Umbruch überrascht. Nach 10 Kilometern entschloss er sich, die Fahrt  wieder auf der Hauptstrasse fortzusetzen. Für mich war es ein lohnender Abstecher, konnte ich doch mehr in das Leben der Bevölkerung hineinsehen.



Buddha von Leshan
 
In Leshan angekommen ging es im Boot den Fluss Min hinauf, zu der riesigen Buddha-Statue. Dieser Buddha ist in seiner ganzen Grösse nur vom Fluss aus zu sehen. Es ist ein sitzender Buddha mit einer Höhe von 71 Metern. Der Buddha wurde aus dem Berg gehauen. 
 
Der in der Tang-Dynastie (618 - 907) in 90 Jahren von Mönchen errichtete „Grosse Buddha“ in Leshan in der Provinz Sichuan war zur damaligen Zeit die grösste Steinskulptur der Welt. Damals umgab ihn eine 13-stöckige Schutzumhüllung aus Holz. Ende der Yuan-Dynastie (1271 - 1368) und Anfang der Ming-Dynastie (1368 - 1644) wurde dieses Holzbauwerk in den Flammen des Krieges zerstört. Seit diesem Zeitpunkt war der sitzende Buddha Wind und Regen schutzlos ausgeliefert und selbst Schusslöcher aus vergangenen Kriegen waren in ihm zu entdecken.



                                    
                                                                                                                   Der 75 m hohe Buddha von Leshan  
 


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                                                                                                                              Buddha von Leshan   


Verantwortlich für das Entstehen der Statue war der buddhistische Mönch Haitong, der hoffte durch die Anwesenheit des Buddhas würde die starke Strömung am Zusammenfluss der Flüsse Dadu und Min gebändigt. Diese hatte in der Vergangenheit vielen Fischern das Leben gekostet. Und tatsächlich tat der Buddha sein Bestes. Durch die während der Bauzeit in den Fluss geschütteten Steinmassen, wurde die Strömung zu Buddhas Füssen deutlich entschärft. 
 
Mit seiner Höhe von 71 Metern ist es die grösste jemals in Stein gehauene Buddhafigur der Welt. Damit die Grösse etwas verständlich wird, sind nachfolgend die Masse des grossen Zehen aufgeführt: Der Fussnagel des großen Zehs lässt uns schon staunen. Er ist 1,5 m lang, während der gesamte Zeh über 8 Meter misst. 
 
Der Buddha hat stark unter der jahrhunderte langen währenden Wind- und Wassererosion gelitten. Das in seinen Bauch eingedrungene Wasser hat die Stärke des Grossen Buddha-Felsens gesenkt und es sind Pflanzen und Pilze auf dem oberen Teil seines Körpers gewachsen. Wegen des Sauren Regens hat sich seine Nase schwarz verfärbt, sein Gesicht ist fleckig geworden und was wie Tränen am Rand seiner Augen ausschaut, ist die bereits bröckelnde Fassade des Grossen Buddhas. Höchste Zeit, sich um die "Gesundheit" des Grossen Buddhas zu kümmern. Inzwischen ist der Buddha restauriert! 
 
Nach der Besichtung des Buddhas wanderte ich durch die angrenzenden reizvollen Tempel- und Gartenanlagen. In der Gartenanlage konnte ich zusammen mit dem chinesischen Reiseführer einen Grüntee geniessen.




Tempel Lingyun 
 
Nahe der riesigen Buddha-Statue in Leshan befindet sich oben auf dem Berg der Tempel Lingyun.
 
 
                                                      
                                                                                       
Buddha und Tempelfiguren im Tempel Lingyun 


                
                                                                                       
Buddha und Tempelfiguren im Tempel Lingyun 



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