Reisebericht Guatemala  /  Trip report Guatemala
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Reisedaten

Guatemala bereiste ich in der Zeit vom 16.11.2005 bis 28.11.2005.



Allgemein

Für das Jahr 2005 hatte ich eine Mittelamerika-Reise geplant, welche unter dem Motto „Auf den Spuren der Mayas, Tolteken und Azteken“ stand. Die von mir gewählte Reiseroute führte durch die Länder Mexiko, Guatemala und Honduras. Vor allem sind in diesen Ländern die meisten Maya-Stätten anzutreffen. Die Stätten der Tolteken und Azteken befinden sich vorwiegend in Mexiko.



Allgemeines zu Guatemala

Guatemala grenzt im Südosten an Honduras und El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Guatemala hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Karibischen Meer und im Süden die Pazifikküste. Der Name Guatemala leitet sich vom toltekischen Wort 'Goathemala' ab, was soviel wie 'Erde der Bäume' bedeutet.


Landschaft

Der nördliche Teil von Guatemala (El Petén), ist Tiefland mit tropischem Regenwald. Das Zentrum von Guatemala umfasst das Hochland mit Vulkanen bis zu 4’200 m Höhe. Der schmale flache und fruchtbare Küstenstreifen am Pazifik hat wieder tropisches Klima.

Das Hochland ist das kulturelle Zentrum Guatemalas. Hier herrscht, wegen der Lage zwischen 1.300 und 1.800 Metern über dem Meer, fast das ganze Jahr über ein mildes Klima mit Tagestemperaturen zwischen 18 und 28 Grad Celsius. In höheren Lagen kann es vor allem im Januar und Februar recht kalt werden. In dieser Region liegt die Hauptstadt Guatemala-Stadt, mit 2,5 Mio. Einwohnern die grösste Stadt des Landes. Touristische Höhepunkte des Landes sind der Atitlán-See, die alte Hauptstadt Antigua Guatemala, die antike Mayastadt Tikal sowie einige andere sehenswerte Städte wie Quetzaltenango und Chichicastenango.


Bevölkerung

Gegen 60 % der Bevölkerung Guatemalas sind Nachkommen der Maya, weitere 35 % sind Mischlinge, der Rest der Bevölkerung ist europäischer oder asiatischer Abstammung oder zählt zu den an der Karibikküste lebenden Nachkommen entflohener afrikanischer Sklaven.

Spanisch ist die offizielle Amtssprache, allerdings spricht die Mehrheit der Bevölkerung eine der 24 indigenen Sprachen wie z.B. Kekchí, Quiché.

Aufgrund der sehr hohen Analphabetenrate von über 40 % gilt Guatemala immer noch als Entwicklungsland.


Geschichte

Zeugnis der indianischen Geschichte legen zahlreiche Ruinenstätten ab, darunter ist Tikal als die wichtigste.

Nach der Eroberung durch die Spanier (Conquista) blieb das Land bis zum 15. September 1821 spanische Kolonie. Von 1823 -1839 war Guatemala Teil der Zentralamerikanischen Konföderation. Erst 1840 entstand der unabhängige Staat Guatemala.

Die erste Zeit der jungen Republik von 1841-71 war gekennzeichnet durch konservative Regime. Deren Hauptziel war eine behutsame wirtschaftliche Modernisierung bei Beibehaltung der hierarchischen Gesellschaftsordnung der Kolonialzeit.

Die Zeit von 1871-1944 wird als liberaler Nationalstaat bezeichnet. Die wirtschaftliche Modernisierung des Landes wurde forciert. Es begann der grossflächige Kaffee- und Bananenanbau.

Mit der Oktoberrevolution 1944 und dem Sturz des damaligen Diktators Jorge Ubico 1931-1944, beginnt ein demokratisches Jahrzehnt in Guatemala. Präsident Arévalo, 1944 bis 1949, demokratisiert das Land, führt die Pressefreiheit ein und implementiert den ersten Arbeiterkodex in der Geschichte Guatemalas. Unter seinem Nachfolger Jacobo Arbenz 1950-1954 werden umfangreiche Landreformen durchgeführt. Zu dieser Zeit besitzen rund 2 % aller Grossgrundbesitzer ca. 70 % des landwirtschaftlich nutzbaren Landes.

Durch die Grossgrundbesitzer und die amerikanischen Fruchtgesellschaften, welche ihre Interessen gefährdet sahen, wurden verschiedene Diktaturen (so genannte Demokratien) in Guatemala an die Macht gebracht. Diese Diktaturen nahmen zahlreiche Massaker an der Bevölkerung vor und es entwickelte sich ein Bürgerkrieg. Der Bürgerkrieg dauerte 36 Jahre und wurde erst 1996 durch die Unterzeichnung eines Friedensvertrages formell für beendet erklärt wurde. Der Bürgerkrieg hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 100.000 Menschen das Leben gekostet und über 1 Million Flüchtlinge geschaffen. Besonders durch General Efraín Ríos Montt bekam die Bekämpfung der indigenen Bevölkerung durch die Diktatur Züge eines Genozids. Ganze Landstriche wurden flächendeckend bombardiert. Allein im September 1982 wurden 9.000 Maya ermordet.


Wirtschaft

Das Hauptexportgut von Guatemala ist der Kaffee, daneben werden Zucker, Bananen, Tabak, Kautschuk und Kardamom exportiert. Ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor ist seit ca. 1998 auch der Tourismus. Von grosser Bedeutung sind auch die Überweisungen ausgewanderter Guatemalteken an ihre Familien. Sie hatten im Jahre 2003 einen geschätzten Wert von 1,6 Mrd. Euro.




Landkarte Mittelamerika und Guatemala

           



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