Reisebericht Guatemala  /  Trip report Guatemala
  Kapitel / Chapter:  Chichicastenango und Kirche Santo Tomàs               

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Chichicastenango

Der Ort Chichicastenango, auch liebevoll Chichi genannt, befindet sich in nördlicher Richtung ca. 145 km von der Hauptstadt entfernt und liegt auf einer Höhe von 2080 m. Obwohl der Ort Chichi nicht die cabecera (Hauptstadt) des Departements ist, überragt es an wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung Santa Cruz del Quiche bei weitem. Von den Einwohnern sind nur eine Minderheit Indigenas, doch kommen diese regelmässig von den adeas nach Chichi, um dort auf den Markt oder in die Kirche zu gehen. Die soziale Bedeutung der indigenen Bevölkerung wird unterstrichen durch die Existenz eines Maya-Bürgermeisters, der sich zusammen mit den vielen Cofradias (Laienbruderschaften) des Ortes um die Belange der indigenen Bevölkerung kümmert. Wie in Sololà teilen sie sich die Verantwortung mit einem Ladino-Bürgermeister.

Chichicastenango ist eine Stadt der Magier und Mythen, Cofradias und costumbres. Eines der wichtigsten Dokumente der frühen Maya-Kultur das Popol Vuh, wurde Ende des 12. Jahrhundert von dem jungen spanischen Pfarrer Francisco Ximénez im Archiv des Dominikanerklosters gefunden. Der sensible Ximénez, von der indigenen Kultur und Sprache begeistert, machte sich an die Übersetzung des Textes und erschloss damit der Nachwelt eine Quelle von unschätzbarem Wert, die einen genauen Einblick in das Denken und die Vorstellung der Maya von ihrer Welt erlaubt.

Der Besuch Chichis ist ein Muss, doch man sollte seine Ankunft für einen Donnerstag oder Sonntag planen, wenn jeweils der grosse Markt stattfindet. Dieser Markt ist einer bedeutensten Märkte in Guatemala. Neben seinem Markt ist Chichicastenango vor allem für die auch heute noch in und vor der Kirche Santo Tomás praktizierten religiösen Zeremonien, die aus einer Mischung von Katholizismus und alten Maya-Riten bestehen, bekannt.

An den ehemaligen Konvent auf der Ostseite der Plaza ist die bedeutendste Kirche von Chichicastenango angeschlossen Santo Tomàs wurde im Jahr 1510 von den Dominikanern auf den Stufen eines alten Mayatempels erbaut. Um die in ihrem heidnischen Glauben behafteten Maya überhaupt in die katholische Kirche zu bringen liessen sich die Missionare auf diesen schmerzlichen Kompromiss ein und hatten Erfolg. Auf den 18 holprigen Treppen wird wie zu vorkolumbischer Zeit Kopalharz verbrannt und den Götten geopfert, Kerzen angezündet und Gebete gesprochen. lmmer raucht oder qualmt es auf den kleinen Altaren (brujos) murmeln geheimnisvolle Litaneien, und indige Frauen sitzen auf den untersten Stufen in einem Meer von Blumen, die als Opfergaben verbrannt oder in der Kirche verstreut werden.

Chichicastenango war für mich, neben den Maya-Tempelanlagen, einer der Höhepunkte meiner diesjährigen Reise. Es lohnt sich mehrere Stunden in das Marktleben und die Besichtigung bzw. Beobachtung, des mystischen Treibens, vor und in den Kirchen zu investieren.



Rund um die Kirche Santo Tomàs in Chichicastenango

Der Ort Chichicastenango, auch liebevoll Chichi genannt, befindet sich in nördlicher Richtung ca. 145 km von der Hauptstadt entfernt und liegt auf einer Höhe von 2080 m. Obwohl der Ort Chichi nicht die cabecera (Hauptstadt) des Departements ist, überragt es an wirtschaftlicher und kultureller



                                                          
                                                                                                          Kirche Santo Tomàs in Chichicatenango



  
                        Blick vom Markt auf die Kirche                                                                    Schamanen betreten die Kirche 



   
                Blumen- und Blüten-Verkauf auf den Treppen zur Kirche                                                                       Schamane mit Kopalharz-Schenker


  
                                                                                                       Viel Rauch von Kopalharz vor der Kirche


  
                                                                                            Blumen- und Blüten-Verkauf auf den Treppen zur Kirche


   

                                                                                            Blumen- und Blüten-Verkauf auf den Treppen zur Kirche


    

                 Blumen- und Blüten-Verkauf auf den Treppen zur Kirche                                                Blick von der Calvario-Kapelle zur Kirche Santo Tomàs



   
                                                                                             Viel Rauch und Feuer auf den Kirchentreppen


   
                                                                                                     Sakrale Kaufgegenstände auf den Markt





Friedhof von Chichicastenango

Der Friedhof in Chichicastenango liegt auf der Achse von der Kirche Santo Tomàs und der Calvario-Kapelle in wetlicher Richtung. Die Kirche Santo Tomàs liegt im Osten, der Friedhof davon im Westen. Dies bedeutet bei den Maya: Im Osten geht die Sonne auf, also beginnt hier das Leben und im Westen geht die Sonne unter, dies bedeutet das Leben wird dort beendet. Die Grabsteine auf dem Friedhof sind alle sehr bunt bemalt.


  
                                                                                                                 Friedhof in Chichicastenango



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