Reisebericht Indien  /  Trip report India
  Kapitel / Chapter:  Delhi -  Safdarjung Grabmal   

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Safdarjung Grabmal

Mirza Muqim Abul Mansur Khan, welcher 1722 von Persien nach Indien emigrierte, erhielt vom Mogul Kaiser Muhammad Shah den Ehrentitel "Safdarjung".

Mit dem Bau des Mausoleums für Safdarjung wurde schon zu dessen Lebzeiten begonnen, es soll bereits vor seinem Tod im Jahr 1754 vollendet gewesen sein. Das Safdarjung-Mausoleum war der letzte grosse Grabbau der Mogul-Architektur, er wurde ohne rahmende Minarette errichtet.

Die zweigeschossig, weiss verputzten Eingangsgebäude sind vollkommen anders gestaltet als es bis dahin in der Mogularchitektur üblich war: Es gibt keinen monumentalen zentralen Iwan-Bogen, keine grossen seitlichen Begleitemporen und auch keine Dachaufsätze mit kleinen Pavillons, Türmchen und Zinnen mehr.

Das Grabmal und die dazugehörenden Gebäude wurden vorwiegend aus vor Ort gebrannten Ziegelsteinen gemauert. Die gelblich-roten Sandsteinplatten sowie die Platten der Marmorverkleidung der Kuppel stammen dagegen aus Rajasthan.

Der viergeteilte, harmonisch gestaltete Garten mit seinen immergrünen Palmen, Blumenbeeten, Büschen und Rasenflächen knüpft an die Gartenanlagen im persischen Stil der früheren Mogulgräber an, hat jedoch keine kleinen Wasserkanäle mehr, sondern vier grosse Bassins mit zentralen Fontänen.

Das Mausoleum erhebt sich auf einer knapp fünf Meter hohen − durch hohe Arkaden nach allen Seiten offene Plattform. Darauf ruht der Bau, dessen Mittelteil von einem hohen Iwan-Bogen dominiert wird, seitlich schliessen sich jeweils zwei Annexbauten mit Emporen-Öffnungen an. Der Dachbereich hat einen umlaufenden Kranz aus Schmuckzinnen, die jeweils im Bereich über den Eingangsportalen noch von zierlichen Arkaden mit kleinen Kuppeln erhöht werden; seitlich davon stehen kleine Schmucktürmchen. Das Mausoleum wird jedoch dominiert von einer − durch einen unbelichteten Tambour erhöhten und stark gebauchten − Kuppel mit einer Verkleidung aus weissen Marmorplatten. Die Kuppel selbst endet in einer Lotus-Rosette.

Die Wände der zentralen Grabkammer sind durch horizontale und vertikale Stuckvorlagen in verschieden grosse rechteckige Felder unterteilt; diese wiederum zeigen grosse und kleine − ebenfalls aus Stuck gefertigte − Blendbögen, die zumeist mit Vielpässen abschliessen. Der gesamte Innenraum hat keinerlei farbige Malereien und Verzierungen, auch der Fussboden besteht nur aus weissen Marmorplatten. Die Kuppel ist mit plastischen Stuckornamenten − jedoch ebenfalls ohne Malereien − vergleichsweise reich geschmückt und schliesst mit einer Mittelrosette ab.

Der Marmor-Kenotaph im Inneren des Grabmals ist zwar aufwendig bearbeitet, hat jedoch ebenfalls keine farbigen Steineinlegearbeiten oder Inschriften.


                     
                                                                                      Einganstor zum Safdarjung-Mausoleum.


   
                                                                                     Verzierungen zumEinganstor zum Safdarjung-Mausoleum.


                      
                                                                                Blick durch das Einganstor zum Safdarjung-Mausoleum.


                    
                                                                                                   Safdarjung-Mausoleum.


   
                                                                                                   Moschee beim Safdarjung-Mausoleum.


                    
                           Das Safdarjung-Mausoleum steht auf einer etwa 5 Meter hohen Plattform, welche mit Arkaden umgeben ist.


   
Der Dachbereich des Safdarjung-Mausoleum ist mit Schmuck-Zinnen und Pavillons ausgestattet.             Die Kuppel des Safdarjung-Mausoleum endet mit einer Lotus-Rosette.


         
    Der Mittel des Safdarjung-Mausoleum wird von hohen Iwan-Bögen dominiert.                  Durch den unteren Bogen des Mittelteils sieht man den Kenotaph des Grabmals.


                         
                                                                                      In der Mitte des Grabmals befindet sich der Marmor-Kenotaph.


   
           Blick vom Safdarjung-Mausoleum Richtung dem Eingangstor. Zwischen jedem Einganstor und dem Grabbau befindet sich ein Wasserbassin mit Fontänen.



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