Reisebericht Indien  /  Trip report India
  Kapitel / Chapter:  Delhi - Rotes Fort   

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Rotes Fort in Delhi

Das Rote Fort in Delhi ist eine Festungs- und Palastanlage aus der Epoche des Mogulreiches. Sie wurde zwischen 1639 und 1648 für den Mogulkaiser Shah Jahan erbaut. Ihren Namen erhielt sie von der charakteristischen roten Farbe des für die Festungsmauern verwendeten Sandsteins.

Der Nachfolger Aurangzeb von Shah Jahans liess zu Beginn seiner Regierungszeit die beiden Eingangstore der Festung durch Vorwerke verstärken und erweiterte den Palastbereich um eine Moschee. Ein Teil der ursprünglichen Bausubstanz wurde im 18. Jahrhundert während der Plünderung Delhis durch die Perser und Afghanen zerstört. Nach der Niederschlagung des Indischen Aufstandes von 1857 und der Absetzung des letzten Grossmoguls, übernahm 1858 die britische Armee das Fort und zerstörte einige der Pavillons und Gärten, um eine Garnison einrichten zu können. Nach der Unabhängigkeit Indiens 1947 übernahm die indische Armee das Fort, zog sich aber 2003 daraus zurück.

Das Rote Fort ist von einer zwischen 18 Meter (auf der Flussseite) und 34 Meter (auf der Stadtseite) hohen, Zinnen bewehrten Mauer von insgesamt 2,4 Kilometer Länge sowie einem Graben umgeben. Der Graben bezog ursprünglich Wasser aus der Yamuna-Fluss, ist heute aber trocken.

Vom Lahori-Tor aus führt eine überwölbte Basarstrasse, der Chatta Chowk, in West-Ost-Richtung zum freistehenden Trommelhaus dem Naubat Khana, einem dreistöckigen, quadratischen Torbau aus rotem Sandstein, dessen mit Blumenranken verzierte Aussenwände ursprünglich teils vergoldet waren. Hier wurden Gäste des Kaisers empfangen.

Palastbereich innerhalb des Roten Forts

Entlang der östlichen Begrenzung des Roten Forts befinden sich die ehemals der kaiserlichen Familie vorbehaltenen Gebäude, in denen auch die kaiserlichen Privatgemächer untergebracht waren. Die Paläste stehen erhöht auf dem Niveau des oberen Abschlusses der östlichen Festungsmauer. Noch erhalten sind das Badehaus Hammam, die Perlenmoschee Moti Masjid, die private Audienzhalle Diwan-i Khas, die Paläste Khas Mahal, Rang Mahalund Mumtaz Mahal sowie eine Reihe kleinerer Pavillons.

Das Badehaus ist vollständig aus weissem Marmor errichtet und weist im Inneren drei prachtvolle, überwölbte Baderäume auf. Wände und Fussböden sind mit Einlegearbeiten verziert.

Der Aufbau der Perlenmoschee Moti Masjid ist typisch für den indischen Moscheen-Stil der Mogulzeit. Über der nach Osten gen Mekka ausgerichteten Gebetshalle erheben sich drei zwiebelförmige Kuppeln, deren mittlere die beiden anderen überragt. Ein lotosblütenförmiger Stuckaufsatz und hoch aufragende Metallspitzen schliessen die Kuppeln ab.


                     
                      Das Rote Fort in Delhi ist eine Festungs- und Palastanlage aus der Epoche des Mogulreiches. Es ist mit einer 2.4 Km langen und 18 - 34 Meter hohen,
                                                                                                      Zinnen bewehrten Mauer umgeben.


                                
                                           Die18 bis 34 Meter hohe mit Zinnen bewehrte Mauer des Roten Fort hat eine Gesamtlänge von 2,4 Km.


 
                            Das Rote Fort ist eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Delhi. Auch sehr viele indische Touristen schauen sich das Rote Fort an.


  .
                  Auch sehr viele indische Touristen schauen sich das Rote Fort an.                                                        Haupteinganstor zum Roten Fort ist das Lahori Gate.


   
.                                                             Deckengemälde in der überwölbten Basarstrasse, der Chatta Chowk, nach dem Lahori Gate.


   
.                                                             Wandgverzierungen in der Basarstrasse, der Chatta Chowk, nach dem Lahori Gate.


 
      Die West- und Ostseite des Trommelhaus dem Naubat Khana. Das Gebäude ist ein dreistöckiger Torbau aus rotem Sandstein. Hier wurden Gäste des Kaisers empfangen


       
                           Die Aussenwände des Trommelhauses sind mit Blumenranken verziert, welche ursprünglich vergoldet waren..


                                
                          Die öffentliche Audienzhalle Diwan-i-Am, ihre zwölfeckige Sandsteinsäulen untergliedern diesen einstöckigen, offenen Pavillon in neun mal drei Joche,
                                                     die von Zackenbögen überspannt werden. Die originale Bemalung und Vergoldung der Säulen ist nicht erhalten.


                
                       Die öffentliche Audienzhalle Diwan-i-Am, ihre zwölfeckige Sandsteinsäulen untergliedern diesen einstöckigen, offenen Pavillon in neun mal drei Joche,


 
                             Thron innerhalb der Audienzhalle Diwan-i-Am.                                                Blick von der Audienzhalle Diwan-i-Am auf das Trommelhaus Naubat Khana.


           
                                                  Von links nach rechts: Moschee Moti Masjid, königliches Badehaus Hammam, Audienzhalle Diwan-i-Kas.


                            
                                  Die private Audienzhalle Diwan-i-Kas ist eine rechteckige, einstöckige Säulenhalle mit Flachdach, besteht aber ganz aus weissem Marmor.
                                                     Eine nach aussen offene, zackenbogige Galerie umringt einen rechteckigen Raum in der Mitte der Halle.


   
                                                                        Die private Audienzhalle Diwan-i-Kas hat eine nach aussen offene, zackenbogige Galerie..


                               
                                  Die massiven Säulen und Bögen der privaten Audienzhalle Diwan-i-Kas haben kostbare Einlegearbeiten, Vergoldungen und Malereien.


     
           Die massiven Säulen und Bögen der privaten Audienzhalle Diwan-i-Kas haben kostbare Einlegearbeiten. Vergoldungen und Malereien sind an der Decke angebracht.


                           
                                                                               Besucher bei der privaten Audienzhalle Diwan-i-Kas..


                        
                                                                                                      Moschee Moti Masjid,


                      
                                           Der private Palast Khas Mahal ist ein einstöckiger Marmorbau. Er beherbergte die Privatgemächer des Mogulkaisers.
                                            Nach Süden hin öffnet sich eine längliche Veranda, die als Wohnraum diente. Dahinter liegen drei Schlafgemächer.


                     
                  Im Rang Mahal, auch Palast der Farben genannt, residierten die Frauen des Kaisers. Der Rang Mahal besteht aus einer langgestreckten, einstöckigen Halle,
                       deren Vorderfassade durch fünf Zackenbögen gegliedert ist. Zwei der sechs Räume haben mit Spiegelscherben versehene Wände und Decken.


 
                        Fenster im Rang Mahal                                                                          Indische Besucher im Roten Fort.



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