Reisebericht Island  /  Trip report Iceland
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Reisedaten

Island bereiste ich in der Zeit vom 19.06.2008 bis 08.07.2008. Die Reisezeit betrachte ich als ideal, da die Hauptreisezeit noch nicht begonnen hat.



Allgemeines zu Island

Island ist flächenmässig mit rund 103.000 km² (Landfläche: 100.250 km², Wasserfläche: 2750 km²) mehr als doppelt so gross wie die Schweiz (41'285 km²) und nach Grossbritannien (UK) der zweitgrösste Inselstaat Europas. Island ist auch die grösste Vulkaninsel der Welt. Sie liegt im Nordatlantik, knapp südlich des nördlichen Polarkreises.

                                   





Landschaft Islands

Die Landschaft ist einerseits durch Vulkanismus geprägt, andererseits auch durch den Wasserreichtum, die zahlreichen Wasserfälle Islands, darunter mit dem Wasserfall Dettifoss der energiereichste (Wasservolumen pro Sekunde × Fallhöhe) Europas, Flüssen und Seen. Das Isländische Hochland im Zentrum der Insel bildet eine Periglazial-Wüste und ist nahezu unbewohnt.

Die Küstenlinie, deren Länge 4970 km beträgt, ist im Bereich der Fjorde stark zerfurcht. Island ist relativ dünn besiedelt: Auf 40 km² befinden sich im Schnitt zwei bis vier Häuser. Die höchste Erhebung der Insel ist der Hvannadalshnukur mit 2118 Meter.





Geschichte Islands

Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson, der um 870 in Husavik in Nordisland überwinterte und die Insel kurzerhand nach sich selbst Garðarsholmur (Gardarsholm) benannte.

Der Entdecker Flóki Vilgerdarson fuhr aus, um Gardarsholmur (Island) zu finden. Dazu bediente er sich eines ausgefallenen Navigationsinstruments, nämlich dreier Raben. Der Bericht darüber befindet sich im Landnamabok.

Den schriftlichen Quellen nach wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Wikinger aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie durch keltische Siedler bevölkert. Während in Zentraleuropa die Königtümer um die Kaiserwürde wetteiferten, steht am Anfang der isländischen Geschichte die einzigartige Entwicklung eines oligarchischen Gesellschaftssystems. Das Althing als Versammlung gleichgestellter Goden ist damit zusammen mit dem färöischen Logting eines der ersten parlamentarischen Systeme in Europa überhaupt (nach der Demokratie im Griechenland des Altertums). Die sowohl gesetzgebende als auch rechtsprechende Versammlung trat alljährlich in der Almannagjá in Pingvellir zusammen. Entscheidungsträger waren alle freien Männer. Zu bedenken ist jedoch, dass der Grossteil der Bevölkerung damals entweder unfrei oder nicht männlich war.

Nach häufiger Darstellung entdeckte Erik der Rote 982 n. Chr. von Island aus Grönland. In Wirklichkeit war der erste Seefahrer, der nach Ostgrönland segelte Gunnbjörn Ulfsson, , kurz danach  Snäbjörn Galti, der dort sein Winterquartier aufschlug. Erik der Rote umrundete aber die Südspitze und kam an die Westküste

Das Godentum, welches sich im Anschluss an die Landnahme durch 400 norwegische Häuptlingsfamilien entwickelt hatte, überdauerte fast 300 Jahre, ehe es mit der Unterwerfung unter die Norweger im Jahre 1262 endete. Eine der wichtigsten Persönlichkeiten in diesem Zusammenhang war der zuletzt in Reykholt beheimatete Snorri Sturluson.

Im Jahre 1000 landete der Isländer Leifur Eiriksson in Amerika, entdeckt hatte es vorher Bjarni Herjolsson, der sich verirrt hatte, die amerikanische Küste sah, aber nicht landete, sondern umkehrte und nach Grönland fuhr. Im selben Jahr beschlossen die Isländer durch das Althing in Pingvellir die Annahme des Christentums. 1262 kam Island unter norwegische Herrschaft. 1380 kam Norwegen unter dänische Herrschaft; 1397 entstand die Kalmarer Union und Island wurde mit Norwegen unter dänischer Krone regiert.

Im Jahre 1552 wurde der isländischen Bevölkerung auf Befehl des dänischen Königtums die Reformation aufgezwungen. Auch heute noch sind die meisten Isländer evangelisch. Handelsmonopole, erst durch die Norweger, später durch die Dänen, blockierten über lange Zeit die Entwicklung Islands. Der Frieden von Kiel 1814 besiegelte noch einmal die dänische Oberhoheit, während das alte Mutterland Norwegen zwar an Schweden fiel, sich aber auf den Weg in die Unabhängigkeit machen konnte. Mit einer Rückbesinnung auf die alten Traditionen, dem Wiederaufleben des Althings  und dem Durchbrechen der Handelsbeschränkungen beging Island 1874 mit einer Verfassung und der Finanzautonomie, zur Tausendjahrfeier der Landnahme, 1904 gewährte Dänemark den Isländern die Autonomie. Am 1. Dezember 1918 erlangte Island die Souveränität. Der dänische König Christian X. blieb aber bis zur Gründung der Republik, am 17. Juni 1944, das isländische Staatsoberhaupt.



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