Reisebericht Madagaskar  /  Trip report Madagascar
  Kapitel / Chapter:  Allgemeines zu Madagaskar                 

Zum nächsten Kapitel / Go to next chapter

Antananarivo
C

 

Zurück zu / Go back to

Kapitel-Verzeichnis
Chapter-index

Zurück zu / Go back to

Auswahl Reisebeschreibungen
Select trip description


Reisedaten

Madagaskar bereiste ich in der Zeit vom 9. November bis 30. November 2011.



Allgemeines zu Madagaskar

Madagaskar ist mit etwa 20,5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 587.041 Quadratkilometern nach Indonesien der flächenmässig zweitgrösste Inselstaat der Welt. Madagaskar hat eine Längenausdehnung (Nord-Süd-Richtung) von ca. 1‘600 Km. Die grösste Breite in (Ost-West-Richtung) beträgt ca. 580 Km. Die Präsidialrepublik mit einer Küstenlänge von 4828 Kilometern liegt vor der Ostküste Mosambiks ca. 300 Km entfernt im Indischen Ozean. Die ehemalige französische Kolonie weist die typischen Wirtschaftscharakteristiken eines Entwicklungslandes auf.


      
                           Lage von Madagaskar (rot eingefärbt)                                                                                             Karte von Madagaskar



Geographie Madagaskars

Madagaskar ist die viertgrösste Insel der Welt, die bisweilen auch der „sechste Kontinent“ genannt wird. Auf Madagaskar ist durch die lange isolierte Entwicklung eine sehr eigenständige Natur entstanden: Madagaskar wurde vor 150 Millionen Jahren von Afrika und vor 90 Millionen Jahren vom indischen Subkontinent getrennt.

Das zentrale Madagaskar ist eine Hochebene mit durchschnittlichen Höhen von 1100 Meter. Es fällt nach Osten schroff und steil ab, während der Anstieg im Westen sanfter ausfällt. Der höchste Berg von Madagaskar ist der Maromokotro mit 2876 Meter Höhe.



Ökologie Madagaskars

Madagaskar zählt zu den „alten Inseln“. So werden Inseln bezeichnet, die seit einem langen geologischen Zeitraum vom Festland getrennt sind. Charakteristisch für solche alten Inseln ist es, dass sie einen Bestand an Tier- und Pflanzenarten aufweisen, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Diese einzigartige Pflanzen- und Tierwelt ist auf Madagaskar besonders bedroht. Das Verschwinden vieler Tierarten resultiert aus dem Wachstum der Bevölkerung und der damit verbundenen Besiedlung der Insel, der Bejagung sowie der Lebensraumzerstörung durch Brandrodung.

In der madagassischen Verfassung ist Umweltschutz als Staatsziel festgeschrieben. Doch das starke Bevölkerungswachstum, die grosse Armut und traditionelle Landwirtschaft bedrohen die Natur des Landes. Auf der Suche nach neuen Ackerflächen und zur Gewinnung von Brennmaterial werden Regenwälder abgeholzt. Strom ist in Madagaskar sehr teuer, deshalb wird selbst in den Städten Holzkohle zum Kochen genutzt. Die Fläche der Naturschutzgebiete soll nach einem Regierungsplan verdreifacht werden. Allerdings gestaltet sich die Durchsetzung der Naturschutzgebiete als sehr schwierig. So stand der Masoala-Nationalpark lange Zeit nur auf dem Papier und wurde von den Menschen vor Ort abgelehnt; nicht zuletzt aus materiellen Gründen. Denn mit Holzdiebstahl und Holzschmuggel lassen sich die kärglichen Einkommen aufbessern. Eine international agierende Holzmafia sorgt unablässig für Nachfrage. Dies belegen NGO-Recherchen. Neben den USA und Europa ist die Volksrepublik China der Hauptabnehmer hochwertiger Edelhölzer. Besonders begehrt sind Rosenholz (für die Herstellung kostbarer Möbel) und Ebenholz (für Musikinstrumente). Für den Abtransport der teilweise mehrere hundert Jahre alten Baumstämme werden ohne Rücksicht auf Flora und Fauna quer durch den Regenwald Schneisen geschlagen.

Ein grosses Problem ist die Bodenerosion, bei der jährlich sehr viel fruchtbarer Boden verloren gehen. Dort wo es früher Regenwald gab, wächst heute oft nur noch eine Gras- oder Dornensavanne. Der Grundwasserspiegel ist mancherorts dramatisch gesunken. Der erodierte Boden wird von den Flüssen ins Meer gespült und bedeckt dort die Korallen. Diese sterben ab und können den Fischen nicht mehr als Kinderstube dienen. Mit viel Aufwand versuchen Menschen an einigen Stellen künstliche Korallenriffe zu errichten. Doch die Sedimentfracht der Flüsse hat bereits ganze Häfen versanden lassen



Klima

Madagaskar liegt im tropischen Klima des Südäquatorial-Stromes. Die Niederschläge nehmen von Ost nach Südwest kontinuierlich ab. So fallen an der Westküste teilweise nur 500 Millimeter pro Jahr, während es an der Ostküste regional bis zu 4000 Millimeter sein können. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 25 °C, wobei die Temperaturen an den Küsten höher liegen und im Innern des Landes Hochland bis unter den Gefrierpunkt sinken können. Sommer und Winter entsprechen der tropischen Regen- und Trockenzeit. Fast jährlich suchen Zyklone die Insel heim.



Zum nächsten Kapitel / Go to next chapter

Antananarivo
C

 

Zurück zu / Go back to

Kapitel-Verzeichnis
Chapter-inde
x

Zurück zu / Go back to

Auswahl Reisebeschreibungen
Select trip description

Copyright (c) My Company. Alle Rechte vorbehalten.