Reisebericht Myanmar  /  Trip report Myanmar
  Kapitel / Chapter:  Yangon Shwedagon-Pagode               

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Yangon Shwedagon-Pagode

Die Shwedagon-Pagode ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum Myanmars in Yangon Sie gilt als Wahrzeichen des ganzen Landes und ist eine der berühmtesten Pagoden der Welt. Erbaut auf dem stark befestigten und mit zwei Terrassen geschmückten Hügel Pegu-Joma, überragt die Pagode auch heute noch die Stadt Yangon.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mit Gold und Edelsteinen reich verziert. Die 60.000 Quadratmeter grosse Plattform besteht aus Marmorplatten. Das Gewicht der Goldplatten, mit der die Stupa gepflastert ist, wird auf 60 Tonnen geschätzt. Ihr Schirm (hti) ist mit tausenden Diamanten, Rubinen und Saphiren verziert, an der Spitze befindet sich ein 76-karätiger Diamant.

Die Pagode steigt auf einer achteckigen Basis mit einem Umfang von 413 m zu einer Höhe von 116 m auf. Sie trägt als Schirm ein kegelförmiges vergoldetes eisernes Netzwerk "Ti" (1871 durch den König von Oberbirma erneuert) und ist überall mit Glocken behängt.

Nach buddhistischem Glauben enthält sie acht Haupthaare Buddhas. Der Sage nach ist der Shwe-Dagon 588 v. Chr. erbaut worden.

Die Shwedagon-Pagode ist seit jeher das geistige Zentrum für die Menschen in Myanmar. Ob armer Reisbauer oder schlecht bezahlter Universitätsprofessor aus Yangon, ob Greisin, der das Gehen schwer fällt, oder Kindermädchen mitsamt den Schutzbefohlenen: Die Shwedagon-Pagode bietet allen Mühseligen und Beladenen ein Zuhause, jeden Tag vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein. Selbst die Militärregierung, respektiert dieses Heiligtum als Symbol der innigen, ganz und gar selbstgenügsamen Religiosität der Menschen. Vor allem ist es der Glaube, der die Menschen ihren Alltag geduldig ertragen lässt - und die Hoffnung auf ein besseres nächstes Leben.


Die Shwedagon-Pagode wurde erbaut auf dem stark befestigten und mit zwei Terrassen geschmückten Hügel Pegu-Joma. Die Pagode überragt auch heute noch die Stadt Yangon und ihr zentraler Stupa, der glockenförmige Turm, ist von fast überall in der Stadt zu sehen. Über einen der vier Aufgänge des Komplexes betritt man eine in sich geschlossene Welt. Doch sie bleibt niemandem verschlossen. Auch wer dem Buddhismus und seinen Riten fernsteht, wird sich gleich geborgen fühlen in den gemessenen Bewegungen der Menschen im Uhrzeigersinn rund um die Pagode, wie es der Glaube vorschreibt.

Von der zentralen Plattform aus ist viel zu sehen. Den meisten Fremden bedeutet die Shwedagon-Pagode in erster Linie einen beispiellosen Kunstschatz. Sechzigtausend Quadratmeter misst die Plattform, von deren Mitte der zentrale Stupa bald hundert Meter aufragt. Die Plattform bietet daneben mehrere Dutzend Tempel und Andachtshallen, Pavillons und Altäre, übermannsgrosse Figuren als Wächter vor den Mächten des Bösen, kostbare Tierdarstellungen für die Planeten und Wochentage. Die Spitze des Stupa aber krönt der wertvollste Schirm als Symbol des Himmlischen, der je im Land gefertigt wurde. Die Angaben über die Zahl der Edelsteine, die darauf angebracht sind, variieren, auf der Eintrittskarte heisst es, es handele sich um "79 569 Diamanten und andere wertvolle Steine" sowie um 3154 Glocken aus reinem Gold - sichtbar sind diese Schätze nur für die Vögel, die unablässig um die Spitze des Heiligtums kreisen.

Die Ursprünge der Pagode liegen im Dunkeln, sie reichen zweieinhalbtausend Jahre zurück. Die ersten Baumeister blieben unbekannt, von ihrer Schöpfung existieren keine Pläne. Stattdessen ranken sich zahlreiche Legenden um das Bauwerk. Eine davon berichtet von dem Omen, das genau an diesem Ort das Erscheinen von fünf Buddhas voraussagte. In den geheimen Kammern des Stupas sollen Reliquien der vier Buddhas aufbewahrt sein, die nach einer der zahlreichen Deutungslehren bislang auf Erden wandelten, darunter acht Haare des vierten Buddhas Siddhartha Gautama, der als Begründer der Lehre verehrt wird.

Vom fünfzehnten Jahrhundert an wurde die Shwedagon-Pagode immer wieder umgebaut, vergrössert und verschönert - erst im Frühjahr 2005 waren umfangreiche Restaurierungsarbeiten vollendet, die den zentralen Stupa in frischem Gold glänzen lassen. Es ist ein geradezu überirdisches Licht, das bei Tag und auch bei Nacht leuchtet, wenn die Pagode von Scheinwerfern angestrahlt wird; dieses Licht ist nicht in Lux zu messen. Es ist ein Leuchten des Geistes, der diesen magischen Ort umfängt. Man lässt sich nieder auf dem sonnenwarmen Marmorboden der Plattform und nimmt in sich auf: die Vielgestaltigkeit der Formen und Farben, das Tapsen nackter Füsse auf dem Stein, der Wind, der in den Glöckchen spielt, die dumpfen Klänge der Gongs, deren Schläge anzeigen, dass ein Mensch Gutes getan hat, das anregende wie diskrete Flüstern der Gläubigen. Die Shwedagon-Pagode ist ein wunderbarer Ort.


   
                                                                                              Osteingang zur Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                         Nebentürmchen der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                         Nebentürmchen der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                                          Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                            Gläubige und Touristen bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                             Frauen kehren für das Glück im nächsten Leben, bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                            Gläubige und Touristen bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                            Gläubige am Altar der Mittwochgeborenen bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                              Gläubige bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                                 Fabelwesen bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


       
                                                                                         Buddah's bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


            
                                                                                       Riesige Glocken bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                            Ordinationshallen bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                    Liegender Buddha bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                          Gegen Abend bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  


   
                                                                                Am Abend bei der Shwedagon-Pagode in Yangon  



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