Reisebericht Namibia  /  Trip report Namibia
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Namibia bereiste ich in der Zeit vom 08.11.2008 bis 30.11.2008. Es war nach 1999 mein 2. Besuch in Namibia.



Allgemeines zu Namibia

Namibia ist flächenmässig mit rund 824.292 km² mehr als doppelt so gross wie die Bundesrepublik Deutschland (347.104 km²). Mit knapp 2 Mio. Einwohnern ist Namibia im Gegensatz zur BRD (82 Mio. Einwohnern) sehr dünn besiedelt.

         
                                                                                                      Namibia ohne Caprivi-Zipfel 


             
                                                        Namibia Caprivi-Zipfel                                                                                 Namibia Lage in Afrika



Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in Namibia

Aufgrund der mehr oder minder willkürlichen Grenzziehung durch die ehemaligen Kolonialmächte – quer durch ehemalige Stammesgebiete hindurch sowie durch zahlreiche starke Wanderungsbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert – ist Namibia zu einem typischen Vielvölkerstaat geworden. Es sind die verschiedensten ethnischen Gruppen ansässig, wie die: Damara, Ovambo, Kavango, Herero, Himba, Nama, Caprivianer, Rehobother Baster, San (Buschmänner) und Weisse.



Landschaft / Geographie Namibias

Namibia wird im Osten nach Botswana hin von der Kalahari, im Süden nach Südafrika hin vom Oranje-Fluss, im Westen vom Südatlantik und im Norden nach Angola hin vom Kunene-Fluss und dem Okavango begrenzt. Im Nordosten erstreckt sich zudem ein etwa 450 km langer und bis zu 50 km breiter Landfinger zwischen den nördlich angrenzenden Ländern Angola und Sambia und dem südlich angrenzenden Botswana – der Caprivi-Zipfel.

Neben den Grenzflüssen gibt es noch zahlreiche weitere Flüsse, von denen aber ausser Kwando und Kavango im Caprivi kein einziger mit Sicherheit ganzjährig Wasser führt. Ausserhalb der Regenzeit findet man meistens nur ausgetrocknete Flussbetten vor.

Im Wesentlichen wird Namibia durch zwei Wüsten geprägt: Im Westen durch die von der Kapprovinz bis weit nach Angola hineinreichende Namib und im Osten durch die Kalahari. Zwischen beiden Wüsten liegt das durchschnittlich 1.700 Meter hohe, um die Hauptstadt Windhoek herum auch das die 2.000-Meter-Marke überschreitende Binnenhochland. Einer der markantesten Punkte ist der Bismarckfelsen. Der höchste Berg jedoch – der rund 2.600 Meter hohe Königstein im Brandbergmassiv– liegt nahe der Küste, etwa 200 km nördlich der Küstenstadt Swakopmund. Im Osten geht das Binnenhochland allmählich in das rund 1.200 Meter hoch gelegene, von Trockenvegetation bedeckte Kalahari-Hochland über.



Geschichte Namibias

Die trockenen Landstriche Südwestafrikas sind schon seit vielen Tausend Jahren Lebensraum und Heimat für die Völker der San (Buschmänner) und Damara. Europäer (portugiesische Seefahrer) entdeckten das Land erstmals im 15. Jahrhundert. Eine nennenswerte Besiedelung blieb jedoch wegen der unwirtlichen Verhältnisse in den Küstenregionen lange Zeit aus. Im Zuge zahlreicher afrikanischer Völkerwanderungen drangen, im 17. Jahrhundert beginnend, Herero-, Nama- (auch als „Hottentotten” bekannt), Orlam- und Ovambo-Stämme ins Land ein. Erst im 19. Jahrhundert setzte eine starke Zuwanderung europäischer Siedler ein. Diese stammten vorwiegend aus Portugal, England und dem deutschen Sprachraum. Bis 1884/85 kam das Land mit Ausnahme der Walvis Bay, welche unter britischem Einfluss blieb, unter die Herrschaft des Deutschen Reiches und wurde zur Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Die „Zivilisierungsbemühungen” der deutschen Kolonialherren waren bei den Völkern des Schutzgebietes nicht in vollem Umfang willkommen, und so kam es 1904 zum Aufstand der Herero und dem darauf folgenden Aufstand der Nama.

Im Ersten Weltkrieg wurde das Land von den britischen Truppen Südafrikas eingenommen und mit dem Ende des Krieges vom Völkerbund 1920 als Mandatsgebiet der Südafrikanischen Union zur Verwaltung übergeben. Diese hielt das Land bis zu seiner Unabhängigkeit am 21. März 1990 trotz intensiver internationaler Bemühungen und eines Jahrzehnte andauernden bewaffneten Kampfes gegen die 1960 gegründete Südwestafrikanische Volksorganisation (SWAPO) besetzt.

Seit 1990 ist Namibia nach mehr als 100-jähriger Fremdbestimmung ein unabhängiger demokratischer Staat.



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