Reisebericht Peru  /  Trip report Peru
  Kapitel / Chapter:  Chan Chan Hauptstadt des Chimú-Reiches               

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Chan Chan Hauptstadt des Chimú-Reiches

Vor der Stadt Trujillo erstreckt sich ein riesiges Gelände, das auf den ersten Blick eine unscheinbare Dünenlandschaft darstellt. In Wirklichkeit verbirgt sich darunter die Hauptstadt des Chimú-Reiches - CHAN CHAN (übersetzt: “Sonne Sonne”).

Mit 20 qkm Fläche gilt sie als grösste präkolumbische Stadt Perus und war einmal mit 10’000 Wohngebäuden die grösste Adobenstadt der Welt (Adobe = Lehm). Die Chimús bauten sie um 1200 n. Chr. Als deren Hauptstadt, mit ca. 60000 Einwohnern, unzähligen Strassen und 16 grossen Plazas. Um 1470 wurde die Stadt von den Inkas erobert, aber nicht zerstört. Für Touristen zugänglich ist der Palast “Ciudadela Tschudi” (Tschudi war ein Schweizer Forscher). Man läuft durch viele Tempelsäle, sieht zahlreiche Nischen, einige Zeremonienplätze, einen Kerker, einen Begräbnisplatz und zahlreiche Wandornamente (Vögel und Fabelwesen in Halbreliefs). Einige sind noch gut erhalten, aber ein grosser teil auch restauriert. Dieser Palast ist einer der frühesten Paläste Chan Chans. Sie wurden erbaut aus ungebrannten Lehmziegeln. Als Markierung der einzelnen Stadtviertel (“Ciudadelas”), dienten rechteckige Wälle. Chan Chan bestand aus zehn solcher “Ciudadelas”.  Sie waren alle nach dem gleichen Plan erbaut. Die Gebäude waren durch ein labyrinthartiges Strassensystem miteinander verbunden.

Zu Beginn des Rundganges gelangt man zur Plaza Ceremonial (Zeremonienplatz). An den Mauern sieht man Ausschmückungen von Tierdarstellungen am unteren Rand. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um Nutrias, biberartige Seenagetiere (Anzumitos genannt), die in dieser Zeit viel vorkamen. Die horizontalen Linien symbolisieren Meereswellen. Über anderen Mauern verteilt sich eine reihe von Fischdarstellungen mit Pelikanen am unteren Rand. Geteilt durch eine Mauer, schwimmen die Fische einmal nach rechts und das andere Mal nach links. Dies kennzeichnet die Meeresströmungen des El Niños (das Christkind, da das Phänomen nur zur Weihnachtszeit auftritt) und dem Humboldstrom. Man erkennt an diesen Figuren die enge Verbundenheit der Kultur zum Meer und seiner Tierwelt. Der Weg führt weiter durch Zeremonieplätze und -säle. Das wabenartige Mauerwerk dieser Säle, zeigt eine hübsche Ausschmückung. Die Parallelogramme symbolisieren Netze, mit denen Fische gefangen wurden. Etwas später kommt man zum Sector de la cisterna, einem Brunnen in rechteckiger Form. Anschliessend erreicht man die Plataforma Funeraria – den Friedhof – mit 44 Gräbern. Die Grabkammern wurden ohne Balken, oder Träger zur Unterstützung gebaut. Sie bestehen nur aus einer Mischung von Lehm und Muschelresten. Im Innern des Palastes gibt es auch eine grosse Anzahl von Lagerräumen (Colcas o Depositos), wo Lebensmittel, Textilien, Waffen, Geräte und viele anderen Dinge aufbewahrt wurden.



                               
                                                                                                            Plaza Cermonial in Chan Chan  


  
                                                                                                 Wandverzierungen an der Plaza Cermonial in Chan Chan  


                                                                   
                                                                                                 "Wächter" an der Plaza Cermonial in Chan Chan  


   
                                                                                                           Plaza Cermonial in Chan Chan  


  
                                                                                                 Parellogramme symbolisieren Fischernetze     


   
                                                 Fischdarstellungen                                                                                                  Pelikandarstellungen  


  
                     Chan Chan breitete sich auf einer Fläche von 20 qkm aus                                                              Sector de la cisterna (Brunnen) in Chan Chan  



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